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Nur noch 3 Tage, dann ist Freitag  Wochenende.
Wurde ja auch Zeit! Was steht an? Zocken! Klar.
Schließlich war man eine Woche lang auf Entzug und nur 5 Stunden fernsehen am Tag und SMS schreiben im Unterricht ist halt ach nur eine Notlösung. Zum Glück kann man sich wenigstens über Smartphone, Smartwatch oder zur Not auch über die Schulcomputer informieren, wohin die Spieltrends gehen oder welche neuen USB-Teekocher, intelligenten Waschmaschinen oder sonstige elektronische Spielereien auf dem Markt sind. Schließlich ist das Leben viel entspannter, wenn man sich die vorgewärmten Socken morgens nicht mühsam selbst anziehen muss! In spätestens 100 Jahren wird jeder so leben wollen und selbst vor 100 Jahren hätten sich die meisten sicher darum gerissen.
Denn was hat sich schon groß verändert? Sport ist nur eine andere Form von Jagd und Krieg, Spiel ist Sport und Games sind Spiele. Ob man nun real existierende Gazellen in der Savanne oder virtuelle Terroristen im Computer jagt – der Jagdtrieb ist immer noch derselbe wie vor 10.000 Jahren.
Andererseits hätte sich vermutlich jeder Jäger und Sammler für die scheinbare Faulheit und körperliche Trägheit, die heute besonders in den Industrieländern an den Tag gelegt werden, vor seinen Artgenossen schämen müssen. Schließlich führen immer mehr Arbeitsplätze vor dem Computer auch dazu, dass körperliche Ertüchtigung nicht mehr zur Einkommenssicherung dient, sondern mit dem Einkommen im Fitnessstudio gesichert werden muss.
Wie viele Menschen gibt es wohl, die ihre Nahrung heute noch selbst erlegen oder zumindest anbauen? Zugegeben, ländliche Regionen und „unterentwickelte“ Länder haben da sicherlich mehr zu bieten, aber mit dem Trend zum Wohnen in der Großstadt ist auch die Tendenz zur Ernährung aus dem Kühlregal und aus der Dose klar erkennbar. Dadurch entstehen dann auch solche Extravaganzen wie Magermodels und übergewichtige Unterschichtler, die mit 50 an Herzversagen sterben.
Doch halt – Fettleibigkeit schein keine reine Erfindung der Neuzeit zu sein, bedenkt man die jahrtausende alten Darstellungen beispielsweise von Fruchtbarkeitsgöttinnen aus der Steinzeit. Fülle stand also für Fruchtbarkeit und Wohlstand, schließlich erlaubte nur der Wohlstand eine ausreichende Ernährung um Fett anzusetzen. Selbst über die Jahrtausende hinweg tauchten solche Darstellungen der holden Weiblichkeit immer wieder in Plastiken oder den grafischen Kunstwerken berühmter Maler auf. Doch eine deutliche Veränderung zu den heute Betroffenen ist eindeutig, sieht man derlei gestalten doch fast immer als Negativbeispiel in den Medien. Genug Nahrung ist für alle da, ob Wohlstand oder nicht. Den erkennt man heutzutage mehr an der teuren Rolex, dem neusten IPhone und dem immergleichen Aussehen rasierter und überschminkter Gesichter. Wer es sich leisten kann, bleibt dünn, nicht umgekehrt, was sich auch im allgemeinen Schönheitsideal widerspiegelt. Wer „schön“ ist, wird auch öfter angeschaut, womit wir zwangsläufig bei der schönsten Nebensache der Welt ankommen.
Wie sieht’s mit Sex aus, in der modernen Gesellschaft? Verzicht übt sich seit jeher schwer und auch wenn besonders die Filmsparte bemüht ist, es auch den einsamen Wölfen in unserer Gesellschaft etwas leichter zu machen, so hat „Nächstenliebe“ hier immer noch einiges mehr zu bieten. Zwar geht die Zahl der Geburten zurück und die meisten wollen mit zwölf einfach nur ihren Spaß, aber trotz häufiger Zweckentfremdung ist die eigentliche Bedeutung im Allgemeinen klar. Familien mit 20 Kindern gehören natürlich der Vergangenheit an, schließlich muss man die Plagen auch füttern und Altersvorsorge regelt der Mensch von Welt über die Bank. Trotzdem können 1 bis 2 Zierkinder ganz schick sein und auch wer auf mehr aus ist, kann in Zeiten der Emanzipation einen halben Kindergarten füllen und trotzdem noch Verteidigungsministerin werden.
Bleiben wir noch einmal kurz bei der Arbeit, denn selbst Verteidigungsminister ziehen heute selten selbst in den Krieg. Arbeiten, das heißt in vielen Fällen unruhiges Wackeln auf dem Stuhl bei minimaler Bewegung der Finger oder maximal der Schreihand. Wer es darauf anlegt, muss dank Homeoffice nicht einmal mehr das Bett verlassen um zur Arbeit zu gehen.
Der Großteil der bezahlten Tätigkeiten passiert im Kopf, doch widerspricht dieser Fakt dem „Wesen“ (Aufgabenstellung Z.3) des Menschen? Der Mensch unterscheidet sich vom Tier schließlich vor allem in seiner Fähigkeit gezielt nachzudenken. Erst der menschliche Erfindergeist hat uns in die Lage versetzt, solch eine Vielzahl an Maschinen nutzen zu können.
Zeigt sich das menschliche Wesen in Körper oder Geist? Ist es die Fähigkeit ein Auto zu steuern oder die Fähigkeit dem Bus hinterher zu rennen? Ist es Soft- oder Hardware?
Gefühle sind geblieben, Gedanken sind fortgeschritten und der Körper scheint sich zurückzubilden, wenn man nicht gezielt gegensteuert, doch die Frage, was der Mensch ist – Haut und Knochen oder Emotion und Strategie – ist eine philosophische. Da nun die Philosophie ihrem Wesen nach noch immer die alte ist, kann diese Frage, wie in philosophischer Manier üblich, nicht objektiv geklärt, sondern muss von jedem subjektiv beantwortet werden.
Sind Sie Ihrem Wesen nach noch immer der/die alte?
Wrote this in my course test. It's an essay about modern humans and if their nature is still the same as it was in older times. Sorry if the task doesn't come out clearly, but since the text is in german, you will be able to read the german description, wich is probably way more interesting and helpful than this one, anyways, if you were able to read the text. 
Sorry for not uploading an english version. 

Dies ist das Ergebnis meiner diesjährigen Deutschkursarbeit.^^
Die Aufgabe lautete in etwa:
Schreiben Sie ein Essay zum Thema "Ist der monderne Mensch 'homo electronicus' seinem Wesen nach noch immer der Alte?". Finden Sie eine möglichst passende und spannende Überschrift.

Die Bewertung meiner Lehrerin:
-sprachlich brilliante, teils satirische essayistische Auseinandersetzung mit dem Thema
-Sowohl der inhaltliche Facettenreichtum als auch die spielerische Jonglage mit in beeindruckende Worte gegossenen sprachlichen Bildern tragen dem Charakter der Textgattung "Essay" auf wunderbare Weise Rechnung!

Ich muss sagen, dass war schon einer meiner besseren Tage. :D
Auf jeden Fall bin ich auch auf die 1+ mächtig stolz und darauf, dass besagte Lehrkraft mich fragte, ob sie sich den Text für ihre weitere Tätigkeit kopieren könne.

In diesem Sinne hoffe ich, dass der Text auch bei Euch Anklang findet.^^

PS.: Hier habe ich noch den Text eines Freundes. Ihr könnt euch auch den Block           anschauen - manchmal sind echt gute Sachen dabei.^^

tilly-doe.blogspot.de/2014/03/…
:icontillydo:
TillyDo Featured By Owner Mar 30, 2014
Kann es sein, dass dein Selbstwertgefühl durch diesen Ausrutscher nach oben ziemlich gestiegen ist? ;-)
Reply
:iconmovietrash:
MovieTrash Featured By Owner Mar 30, 2014
Vielleicht ein klitzekleines Bisschen...^^" Aber das gleichen die verkorksten Arbeiten in den anderen Fächern aus. :/
Reply
:iconpepperlady:
PepperLady Featured By Owner Mar 24, 2014
Ich kann deiner Deutschlehrerin nur zustimmen^^ Ein wunderbar formulierter Text, den es Spaß macht zu lesen. :thumbsup:
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March 23, 2014
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